SpVgg/HSV - Michelfeld 0:1
SG SpVgg Weigendorf/Hartmannshof - ASV Michelfeld 0:1 (0:0)
Tore:
0:1 M. Zerreis (90. + 2. Min)
Schiedsrichter: Karl Vollmer (SSV Paulsdorf)
Bes. Vorkommnis: -
Zuschauer: 90
Späte, bittere Niederlage für die heimische Truppe gegen den Spitzenreiter
Auch zu Anpfiff des vierten Spieltags hätten die Vorzeichen für Ersin Akkayas Truppe deutlich besser sein können: beinahe eine komplette Mannschaft – durchaus Stammspieler der I. Mannschaft – galt es für das Trainerteam zu ersetzen: neben den noch länger ausfallenden Steckert und Bergmann fehlte weiterhin Captain Quenzler, hinzu kamen die Helmke-Zwillinge, Philipp Zagel, Max Mederer, Torwart Lauterbach und vor Allem Co-Trainer Gunawardhana. Immerhin konnte sich Spielmacher Niklas Maul noch rechtzeitig fit melden. Nichtsdestotrotz war die Mannschaft von Anfang gewillt, dem aktuellen Spitzenreiter paroli zu bieten und auf Sieg zu spielen.
Und dementsprechend begann die heimische Elf auch: in den wenigen ersten Minuten wurde wiederholte der schnelle Jonas Aumeier auf links freigespielt, lediglich der Abschluss war beide male zu schwach. Die gastgebende Spielgemeinschaft ließ sich aber auch davon nicht außer Tritt bringen und kombinierte gefällig, zugleich war man auch in den Zweikämpfen giftig. Sinnbildlich dafür war, dass Ertel bereits nach drei Minuten eine gelbe Karte sah, wenngleich das doch eine harte Entscheidung war. Die Michelfelder Gäste traten in den ersten Minuten kaum in Erscheinung und waren lediglich durch zwei Distanzschüsse, welche über den Querbalken flogen, in der Offensive in Erscheinung getreten. Auf Seiten der WEigendorfer verzog dann Ersin Akkaya sehr knapp aus der Distanz. Mögliche Chancen nach Standards waren kein Problem für den stark mitspielenden Torwart der Gäste, Stefan Sattler. Glück hatten die Gäste in Durchgang I aus Sicht der Heimelf bei zwei Schiedsrichterentscheidungen: nachdem Rösel durch war und kurz vor dem Strafraum gefoult wurde, gab es anstelle des roten Kartons nur die gelbe Karte. Wenig später zeigte Schiri Vollmer bei einem Handspiel um den Sechzehner der Gäste bereits auf den Elfmeterpunkt, verlegte den Tatort dann jedoch auf knapp außerhalb der Linie. Aus beiden Chancen konnte die Heimelf am Hartmannshofer Sportplatz – einmal mehr in einem tollen Zustand – kein Kapital schlagen. Die letzte Chance in Durchgang eins gehörte Simon Ertel, doch ehe er aus wenigen Metern einschieben konnte, klärte Michelfelds Spielführer Zerreis noch mit einer starken Rettungsaktion in letzter Sekunde.
Zum Beginn der zweiten fünfundvierzig Minuten gehörte die erste Aktion ebenfalls den Gastgebern der Spielgemeinschaft Weigendorf Hartmannshof, doch Aumeiers Querpass konnte noch zur Ecke geklärt werden. Von da an entwickelte sich ein offenes Spiel mit optischen Vorteilen für die Gäste. So vergab unter anderem Meier im 1-1 mit Keeper Daniel Guschin, welcher in dieser Aktion seine Klasse zeigte. Ein Schuss von Bachmann wenig später stellte kein Problem für den Torwart da. Die Heimelf trat noch einmal in Erscheinung als Akkaya im gegnerischen Sechzehner an den Ball kam und es zum Kontakt mit dem Gegenspieler kam, aber auch in dieser Szene blieb der Elfmeterpfiff aus. In der Folge vergingen die Minuten. Die Hintermannschaft der Gastgeber verteidigte leidenschaftlich, während sich die Michelfelder auch keine weiteren klaren Chancen erarbeiten konnten. Als sich dann schon alle auf ein torloses Remis einstellten, gab es nochmal Ecke für die Weigendorfer. Doch statt einem Abschluss gab es in der Folgeszene eine aus einem Konter resultierende Ecke für die Gäste aus der nördlichen Oberpfalz. Diese landete im zweiten Anlauf bei Zerreis, welcher – bereits in der Nachspielzeit – zum umjubelten Siegtreffer für die weiterhin von der Tabellenspitze grüßenden Michelfelder traf.
Für die SG aus Weigendorf und Hartmannshof gilt es nun, die positiven Elemente aus dieser mehr als bitteren Niederlage mitzunehmen. Die verbliebenen Spieler zeigten alle durch die Bank ein starkes Spiel, speziell den aushelfenden Markus Rösel gilt es an der Stelle hervorzuheben. Wenn man diese Leistung konservieren kann und vor dem Tor kaltschnäuziger wird, stellt sich der Erfolg zwangsläufig ein. Dafür gilt es aber konsequent weiterzuarbeiten und die zurückkehrenden Jungs wieder schnellstmöglich zu integrieren. Wenn dem Team samt Trainerstab diese Aufgabe gut gelingt, steht dem nächsten Erfolg am kommenden Spieltag gegen den FC Pegnitz nichts im Wege.