“Ich habe nie an unserer Chancenlosigkeit gezweifelt”
 

Vorstand Leonhard Pilhofer 1972 - 1977

Im Jahr 1972 begann die Vorstandsära Leonhard Pilhofer. Der schon vier Jahre als stellvertretender Vorsitzender tätige begeisterte Anhänger der SpVgg übernahm den Vorsitz mit neuem Schwung. Sportlich konnte er mit dem 3. Platz der ersten Mannschaft sehr zufrieden sein, während die Jugend die früheren Aderlässe mit den überwechseln guter Spieler in die Seniorenmannschaften erst aufholen mußte.

 

Ein weiteres Pfingstturnier festigte die gute Verbundenheit zwischen den umliegenden Nachbarvereinen. Der Bau eigener Umkleide- und Waschräume wurde in Angriff genommen und dazu in mühevoller Eigenleistung bereits vorhandene Garagen des Vereinswirts ausgebaut und eingerichtet. Die geringen Finanzmittel des Vereins ließen nur eine spartanische Ausstattung zu, die jedoch von den Sportlern akzeptiert wurde. Die starke Benutzung des einzigen Platzes in Haunritz führte zu konkreten Überlegungen, ein zweites Feld zu bauen.

 

Die Möglichkeiten dazu waren allerdings sehr  beschränkt. Als Gelände kam nur die Nachbarschaft des bestehenden Platzes oder der Wiesengrund zwischen Weigendorf und Hartmannshof neben der B 14 in Frage. Die Bemühungen um eine Verbesserung der beengten Verhältnisse zogen sich jahrelang hin. Da der Verein alleine mit den Schwierigkeiten nicht fertig wurde, schaltete sich Bürgermeister Hans Rahm in die Verhandlungen mit ein. Eine praktikable Lösung ließ aber auf sich warten.

Im sportlichen Bereich war die SpVgg nach wie vor erfolgreich. Die erste Mannschaft hielt in der B-Klasse gut mit und war der Jugend Ansporn, die in beiden Altersklassen die Meisterschaft errang und in die nächsthöheren Klassen aufstieg.

Das zehnjährige Bestehen im Jahr 1974 wurde groß gefeiert. Im Sportbereich gab es ein großes Jubiläumsturnier. Zum Festabend im Lauterbach-Saal war die politische und Verbandsprominenz gekommen und würdigte die gelungene Aufbauarbeit eines aktiven Landvereins. Die Gründungsmitglieder, die Spieler der ersten Stunde und einige verdiente Mitstreiter wurden mit Urkunden geehrt.

Zu Ehrenmitgliedern wurden Oberlehrer i. R. Karl Rauer sowie Hans Bauer und Hans Kratzer ernannt. Ein Spitzenplatz in der B-Klasse ließ erahnen, dass der nächste Aufstieg in der Luft lag. Die guten sportlichen Leistungen zahlten sich auch finanziell aus, als die SpVgg einen mehrjährigen Werbevertrag mit der einheimischen Fa. Optolyth-Optik abschließen konnte.

Nach einer wiederum starken Saison 1974/75 wurde nach fünf Jahren B-Klasse der ersehnte Aufstieg geschafft. Ein 4. Platz reichte aus, um nach neuer Gruppeneinteilung diesen stolzesten Erfolg in der Vereinsgeschichte zu ermöglichen.

 

Spieljahr 1974/75
B-Klasse Pegnitzgrund

 

1. FSV Schönberg 28  96 : 36  44 : 12
2. SK Heuchling  28  73 : 43   41 : 15 
3.

SV Achteltal

 28  85 : 60   38 : 18 
4.

SpVgg Weigendorf

 28  70 : 52   37 : 19 
5. SC Rupprechtstegen  28  68 : 44   36 : 20 
6.

SpVgg Speikern

 28  56 : 57   30 : 26 
7.

TSV Velden

 28  77 : 62   26 : 30 
8.

TSV Lauf

 28  48 : 66   26 : 30 
9.

TSV Neunhof

 28  50 : 61   24 : 32 
10.

FC Pegnitz-Buchau

 28  51 : 73   24 : 32 
11.

SV Simonshofen

 28  44 : 73  22 : 34 
12.

Glückauf Auerbach

 28  40 : 61   21 : 35   
13.

SV Förrenbach

 28  53 : 66   20 : 36   
14.

SV Vorra

 28  34 : 59   17 : 39   
15.

SV Neuhaus

 28  35 : 75   12 : 44   

 

Aufsteiger:  

FSV Schönberg
SK Heuchling
SV Achteltal
SpVgg Weigendorf

 

Absteiger:   

SV Vorra
SV Neuhaus


Die gleichbleibend gute Leistung der vergangenen Jahre unter den Trainern Hidasi, Bayer E. und W. Quenzler hatten zusammen mit der Begeisterung von H. Rometsch den sportlichen Aufstieg vorprogrammiert. Die A-Jugend wurde wiederum Meister und bestätigte die gute Nachwuchsarbeit im Verein, der Zustrom an Buben ließ die Aufstellung einer 2. Jugend zu.

Dem sportlichen Höhepunkt entgegengesetzt war die kalte Dusche des Scheiterns der Platzerweiterung in Haunritz. Ebenso häuften sich die Probleme für ein neues Gelände westlich von Weigendorf, denn vom Straßenbauamt war wegen des starken Verkehrsaufkommens ein direkter Zugang über die B 14 abgelehnt worden. Ein Zugang bzw. eine Zufahrt über die Kreisstraße nach Oed hätte wertvolle Gundstücke zerschnitten und war auch wegen des Umfangs nicht von der Gemeinde zu erreichen. Die unermüdliche Suche nach einer anderen Lösung ließ damals den Gedanken entstehen, landwirtschaftliche Flächen bei der Einöde Hellberg ins Kalkül zu ziehen und diese Möglichkeit zu prüfen.

Die junge Mannschaft hielt sich im folgend Jahr gut in der spielstarken A-Klasse. Die Jugendarbeit war nach wie vor erfolgreich. Eine größere Vereinsfahrt und der Faschingsball zeigte die gesellschaftlichen Aktivitäten. L. Pilhofer drängte auf die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister, die nach Erlaß einer geänderten Satzung möglich war. Damit wurden die Weichen gestellt, für ein zukünftiges Bauvorhaben die nötigen Beschlüsse fassen zu können.

Im Jahr 1977 gelang es mit großer Anstrengung gerade noch, die A-Klasse zu halten. Die Grundstücksverhandlungen bei Hellberg wuchsen in ein konkretes Endstadium, da sich die Gemeinde hierfür stark einsetzte. Um die Finanzen für die künftigen Aufgaben zu stärken, wurde der Verkauf von Bausteinen forciert und mit einer Sonnwendfeier sowie einer Tombola der Überschuss auf die hohe Kante gelegt.