„I´m a german record-player!“
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Die Ersten Jahre (1964 - 1971)

Dem Stamm aus dem zentralen Ort Weigendorf schlossen sich bald die Sportanhänger aus den anderen Gemeindeteilen an. Die Vorstandschaft musste als erstes dafür sorgen, dass für den Spielbeginn im Spätsommer 1964 die Mannschaften ein Spielfeld aufweisen konnten. Hier sprang für eine Übergangszeit der Nachbarverein SV Etzelwang ein, dessen Vorsitzender Kurt Dressel von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite gestanden war. Dank der Spendenfreudigkeit des Nürnberger Sportfreundes Erwin Mühlbauer war die Anschaffung der Spielkleidung möglich. Auf die ersten Spiele wurden die Aktiven von Trainer Willy Feuerstein vorbereitet, wobei man natürlich gegen die schon länger spielenden Teams keine Bäume ausriss. Um besser mithalten zu können, verstärke man sich mit einigen guten Kickern aus Sulzbach-Rosenberg. Dies zahlte sich Ende der ersten Saison mit einem Mittelfeldpaltz in der C-Klasse Pegnitzgrund aus und war auch für die künftigen Jahre von Bedeutung.

Das Streben des Vereins nach einem eigenen Spielfeld wurde von der Gemeinde bestens unterstützt. Bürgermeister Hans Rahm gelang die Anpachtung einer geeigneten Fläche im Talgrund zwischen Heilbronnthal und Haunritz. Mit viel Eigenleistung und Spendenmitteln wurde der Platz angelegt und im April 1965 mit einem Spiel gegen den damligen Landesligisten TUS Rosenberg eingeweiht. Spielerisch ging es weiter aufwärts; den Gewinn des Pfingstturniers in Etzelwang hatte vom Neuling keiner erwartet. Der Zustrom an aktiven Spielern und Jugendlichen hielt an, so dass man eine Reservemannschaft, eine AH und eine 2. Jugend melden konnte. Zwei verdienten Wegbereitern dieser guten Entwicklung, Kurt Dressel vom SV Etzelwang und Erwin Mühlbauer, wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Der Verein war mit seiner Gründung in ein sportliches Vakuum gestoßen, wie die stete Aufwärtsentwicklung bewies. Die fußballbegeisterte Jugend drängte zur SpVgg und 1966 nahm eine C-Jugend den Spielbetrieb auf. Damit mussten sich fünf Mannschaften das eine Spielfeld teilen, auf dem auch noch trainiert werden musste. Die restliche Fertigstellung im Außenbereich bereitete erhebliche Arbeit und Kopfzerbrechen. Ein Manko für alle Spieler waren die am Platz fehlenden Umkleidemöglichkeiten. Der Vereinswirt gestattete den Mannschaften die Benutzung des Fernfahrer-Waschraums und einiger Fremdenzimmer, bis später eigene Umkleideräume im umgebauten Garagentrakt geschaffen wurden. Das Fahren vom Sportplatz zu den Waschräumen nach jedem Spiel ist seit den Anfangsjahren noch keinem erspart geblieben! Sportlich ließ man mit dem 3. Tabellenpaltz aufhorchen! Das erste Pfingstturnier fand guten Anklang bei Gästen und Zuschauern.

Auch gesellschaftlich war der junge Verein aktiv. Mit einem Sommernachtsball wagte man sich aufs glatte Parkett und die bereits im zweiten Jahr eingeführte vereinsinterne Weihnachtsfeier behielt man ohne Unterbrechung als gute Tradition bei.

Im vierten Jahr seiner Vorstandschaft konnte Vorsitzender Hans Ertel stolz über die Meisterschaft der C-Jugend sein. Nach dem Bau der neuen Schule in Hartmannshof blieb der Verein am Ball und erreichte die Genehmigung zur Benutzung der Schulturnhalle an einem Abend in der Woche. Die ersten Jahren nach der Gründung, verbunden mit viel Arbeit und Widerständen, waren nicht spurlos an der Vorstandschaft vorübergegangen. 1968 war Hans Ertel nicht mehr zur Widerwahl bereit. In die Bresche sprang für wiederum vier Jahre Georg Ziegler. Mit der Errichtung einer Flutlichanlage am Sportplatz wurden die Trainingsmöglichkeiten erheblich verbessert. Die gute Betreuung der Jugendmannschaften wirkte sich im Heranwachsen eines Stammes junger, ehrgeiziger Fußballer aus. Diese wurden beim Erreichen der Altersgrenze nahtlos in die 1. und 2. Mannschaft übernommen. Die Mischung zwischen jungen Heißspornen und einigen erfahrenen Kämpfern ergab 1969 ein Spitzenteam in der C-Klasse, das ungefährdet den Meistertitel holte.

Großen Anteil daran hatte Trainer Willi Quenzler, der vorher zwei Jahre die Jugend geformt hatte. Mit Stolz und Begeisterung feierten die Spieler und Anhänger den Aufstieg in die B-Klasse, nach den kurzen Jahren der Spielpraxis eine feine Leistung! In der gleichen Saison 1969/70 wurde die A-Jugend Meister und die C-Jugend Zweiter! Nach dem Aufstieg wehte ein härterer Wind und der 9. Platz im Mittelfeld zeigte die Grenzen etwas auf. Im Bemühen, den Verein der Bevölkerung etwas näher zu bringen, fanden jährliche Faschingsbälle statt und man ging hier auch in andere Ortschaften hinaus. Sportfreunde aus Prag statteten einen Gegenbesuch ab, nachdem ein Bus mit Spielern und Anhängern 1967 die ersten Verbindungen geknüpft hatten.

 

Spieljahr 1969/70

C-Klasse Gruppe II

 

1.

 SpVgg Weigendorf   28  120 : 24 52 : 4
2.  SV Neuhaus   28  100 : 35  44 : 12
3.  SV Vorra   28  96 : 37 43 : 13
4.  ASV Michelfeld   28  114 : 61  39 : 17
5.  SC Eschenbach   28  79 : 45  37 : 19 
6.  SV Hohenstadt   28  102 : 62  36 : 20
7.  SV Etzelwang   28  99 : 62 34 : 22
8.  SC Eschenfelden   28  62 : 61  27 : 29
9.  TSV Königstein  28  75 : 69  24 : 32
10.  Glückauf Pegnitz   28  63 : 68  24 : 32 
11.  Rot-Weiß Welluck   28  63 : 68  22 : 34 
12.  FC Troschenreuth   28  50 : 109 16 : 40 
13.  SV Hirschbach   28  39 : 134  10 : 46
14.  SV Hartenstein   28  32 : 138  8 : 48
15.  SV Alfalter   28  36 : 127  4 : 52 
Aufsteiger: SPVGG WEIGENDORF